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Alte Schulsachen archivieren – aber wie?

Geschreiben von Lernstressauf24. August 2012 in Organisation

Wer kennt das Problem nicht? Kaum geht ein Schuljahr zu Ende, türmen sich Hefte, Lehrbücher, Ordner sowie ein wahlloses Sammelsurium an Schmierzetteln, Papier und Arbeitsblättern im Zimmer eines jeden Schülers und ratlos steht manch einer davor und fragt sich: “Wohin mit all dem Kram? Alles direkt in die Tonne, auf Schule hab ich gerade eh keinen Bock mehr?”

Von solchen Gedanken sollte man schnell Abstand nehmen – egal ob Mittelstufe, Oberstufe oder gar Abiturient, die alten Unterlagen können sowohl während als auch nach abgeschlossener Schullaufbahn noch einmal wichtig werden oder auch einfach eine schöne Erinnerung darstellen. Es gilt also, sie sinnvoll zu sortieren und einen Überblick zu schaffen.

Schulsachen

Image: © Fotolia.com / Gennadiy Poznyakov

Zunächst sollte man sich die Zeit nehmen, alles Angesammelte sorgfältig durchzusehen und zu entscheiden, welche Papiere (beispielsweise Schmierzettel, Konzeptpapiere, Notizen oder Rohentwürfe) nicht mehr gebraucht werden und weggeworfen werden können. Schließlich kann man nicht alles aufheben und die wenigsten von uns haben einen eigenen Lagerraum eigens für alte Schulunterlagen zur Verfügung. Klassen – und Kursarbeiten (die sicherlich den meisten am wichtigsten sind) sind in Klarsichthüllen in einem beschrifteten Eckspanner gut aufgehoben, am besten nach Schuljahren sortiert (beispielsweise ein Eckspanner pro Jahr). Bei Hausaufgabenüberprüfungen oder kleineren Tests sollte man sich überlegen, ob diese wirklich wesentlich sind und aufgehoben werden müssen.

Bei Arbeitsblättern, Hausaufgaben oder Unterrichts Mitschriften muss zunächst überlegt werden, welches Ordnungssystem man bevorzugt: Man könnte entweder alle Unterlagen eines Schuljahres (in Ordnern durch Trennelemente markiert) zu einer Einheit zusammenfassen oder aber für jedes Fach einen schuljahresübergreifenden Ordner anlegen. Letzteres ist sicherlich sinnvoll für die Oberstufe, wenn die Unterlagen noch für die Abiturvorbereitung gebraucht werden. Ganz wichtig: Ordner mit Schuljahr bzw. Fach eindeutig beschriften und systematisch ins Regal einordnen! Es spart viel Zeit und Mühe, nicht jedes Mal fünf Ordner durchsehen zu müssen, wenn man “nach diesem einen Text, den wir in der 10. Klasse gemacht haben” sucht.

Lehrbücher, die aufgehoben werden sollen (sei es als Nachschlagewerk für spätere Klassen oder als Erinnerungsstück), gehören nach Fächern sortiert ins Regal. Solche, die nicht mehr gebraucht werden, dürfen auch getrost an folgende Jahrgänge verkauft oder an die Schulbibliothek gespendet werden.
Ein allgemeiner Hinweis an dieser Stelle: Ordner, Eckspanner und Bücher sollten möglichst an einem Ort mit niedriger Luftfeuchtigkeit und wenig Temperaturschwankungen gelagert werden, also bieten sich Keller oder Dachboden nicht in jedem Haus an. Stattdessen sollte man vielleicht Platz in einem Regal im Wohnzimmer schaffen.

Bei all diesem ist immer wichtig, dass man den Überblick nicht verliert und nicht unreflektiert jeden Fetzen Papier aufhebt. Wenn einige Jahre vergangen sind, sollte man vor allem die Unterlagen der niedrigeren Klassenstufen zur Hand nehmen und neu entscheiden, ob nicht trotz aller Nostalgie ein Teil davon in den Müll wandern darf.

Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auf:

http://www.medewo.com/

http://www.officio.de/

http://www.staples.de/

 
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Hilfreiche Lerntipps für Schüler und Studenten

Geschreiben von Lernstressauf30. September 2011 in Lernen

Das Lernen kann einem als Schüler oder Student schnell über den Kopf wachsen. Tests, Arbeiten, Klausuren oder Prüfungen fordern oft, dass man viel Wissen auf den Punkt parat hat. Mit ein paar Lerntipps lernt es sich gleich viel leichter.

1. Planen ist das halbe Leben
Zunächst sollte man den Lernstoff realistisch einschätzen. Oft fühlt man sich von der Masse an Material und Fakten überwältigt und weiß nicht, wo man mit dem Lernen ansetzen soll. Wenn man sich einen Überblick über den zu bewältigenden Stoff verschafft hat, lernt es sich meist viel entspannter. Dann kann man planen, wie viele Seiten man pro Woche lesen muss, viele Vokabeln es pro Tag zu lernen gilt oder ab wann man mit dem Wiederholen des angeeigneten Wissens beginnen sollte.

2. Mach mal Pause!
Freizeit ist wichtig, auch – oder gerade – in stressigen Lernphasen. Kein Gehirn kann 12 Stunden am Tag neues Wissen aufnehmen, verarbeiten und abspeichern. Spätestens nach 6 Stunden schaltet das Gehirn auf Sparflamme. Dann lohnt es sich höchstens noch, bekanntes Wissen aufzuarbeiten. Innerhalb der Lernzeiten sollte man zudem regelmäßig Pausen einlegen. Wer einmal in der Stunde aufsteht und sich bewegt, etwas isst und trinkt oder auch einen Mittagsschlaf einlegt, der tut seinem Gehirn viel Gutes und stellt sicher, dass es danach wieder frisch ans Werk gehen kann.

3. Holistisch lernen
Lernstoff lässt sich leichter lernen, wenn man neues Material mit altem Wissen verknüpft. Statt etwas stur auswendig zu lernen, speichert man das neue Wissen in Verbindung mit bereits gelernten Inhalten ab. In vielen Fächern geschieht dies automatisch. Neue Konzepte, Zusammenhänge oder Theorien bauen auf Grundwissen auf und können so leichter in das Ganze eingeordnet werden. Doch dieses Prinzip lässt sich auch fachübergreifend anwenden. Stoff, der in Biologie gelernt wurde, kann oftmals in der Chemie verwendet werden. Und mathematische Kenntnisse können mit Wissen aus der Physik vernetzt werden. Die Wissensnetze, die so entstehen, lassen sich nicht nur leichter merken und in Prüfungen abrufen, sie können auch helfen, Wissenslücken zu überbrücken.

4. Lehren ist lernen
Eine gute Methode, um zu testen, ob man etwas wirklich verstanden hat, ist, die Inhalte anderen zu erklären. Durch das Erklären und Beantworten von Fragen muss man das eigene Wissen logisch anordnen – im Gehirn und auf dem Blatt Papier. Schon beim Erklären wird einem selbst auffallen, wo noch Wissenslücken bestehen, die unbedingt gefüllt werden müssen. Und spätestens wenn es um das Beantworten von Fragen geht, wird deutlich, ob der Wissensstand ausreichend ist.

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Was können Schüler und Studenten tun, um konzentrierter lernen zu können

Geschreiben von Lernstressauf1. August 2011 in Lernen

Konzentriertes Lernen ist wichtig, denn nur so stellt sich der Erfolg in der Schule ein. Doch nicht alle Schüler wissen wie man es anstellt, seine Konzentration effizient zu bündeln. Wenn keine keine krankhafte Aufmerksamkeitsstörung vorliegt, können Schüler und Studenten selbst einiges dafür tun, um ihre Konzentration zu steigern.
Schüler und Studenten, die häufig unter Kopfschmerzen und Migräne leiden, sind in der Konzentrationsfähigkeit oft gehindert. Oft nehmen sie Mittel wie Tramadol gegen Migräne, um die Anforderungen des “Lernstresses” bewältigen zu können. Grundsätzlich ist es das Zusammenspiel von richtiger Ernährung, seelischem Gleichgewicht, ausreichend Schlaf und körperlicher Aktivität, welches die Konzentrationsfähigkeit erhöht.

 

Die Ernährung für Schüler und Studenten

Sie sollte auf jeden Fall ausgewogen sein. Vitaminreich durch Gemüse und frische Salate. Milchprodukte liefern die B-Vitamine sowie Kalzium. Auch Fleisch und Fisch dürfen auf dem Speiseplan stehen. Die Mahlzeit sollte nicht zu fett und nicht zu üppig bemessen sein. Die sättigenden Kohlehydrate liefern Reis und Kartoffeln sowie Nudeln und Brot. Wenn von diesen Produkten jedoch zu große Portionen verzehrt werden, stellt sich Müdigkeit ein und die Konzentration fällt rapide ab. Bananen und Nüsse ergänzen den Speiseplan mit Magnesium. Für Zwischenmahlzeiten eignet sich Obst. Süßigkeiten sollten ebenfalls nur in Maßen genascht werden, denn durch sie steigt der Blutzuckerspiegel zunächst rasch an und fällt dann drastisch ab. Das bewirkt ebenfalls Müdigkeit und mangelnde Konzentration. Schüler und Studenten benötigen täglich 2 bis 3 Liter Flüssigkeit. Dafür eignet sich Mineralwasser ohne Zucker.

 

Gesunde seelische Einstellung und Entspannungsübungen

Eine gute Portion Gelassenheit und Selbstvertrauen sind wichtig. Denn Angst ist ein absoluter Konzentrations-Killer. Wenn vor Klassenarbeiten und Klausuren gelernt wurde gibt es keinen Grund, nervös zu sein. Bereits ein paar einfache Entspannungsübungen sind hilfreich um die innere Ruhe zu erlangen.
Beispiel: Einatmen und dabei langsam auf 8 zählen. Die Luft anhalten und ebenfalls auf 8 zählen. Dann langsam ausatmen und dabei wieder auf 8 zählen.
Wer diese Übung 10 Minuten lang durchführt, wird mit innerer Ruhe und hoher Konzentration belohnt.

 

Genügend Schlaf

Eigentlich wissen alle um den Segen des Nachtschlafes, doch wird dieser Aspekt oft vernachlässigt. Schüler und Studenten sollten 7 bis 9 Stunden schlafen, um am andern Tag ausgeruht zu sein.

 

Sauerstoff ist wichtig für die Leistungsfähigkeit

Es muss nicht unbedingt der Sport sein, der den Sauerstoff in den Körper pumpt. Ein wenig Jogging oder ein flotter Spaziergang von täglich einer halben Stunde genügt. Das sollten auch viel beschäftigte Studenten und Schüler für sich einplanen. Denn nur wenn das Blut genügend Sauerstoff enthält, funktioniert auch das Gedächtnis gut.

 

Rechtzeitig pausieren

Während des Lernens immer wieder kleine Pausen einlegen. Nicht erst, wenn die Müdigkeit schon da ist.

 

Traubenzucker

Wenn lange Schulstunden, Prüfungen und Klausuren eine Vesper-Pause verhindern, dann kann eine kleine Menge Traubenzucker zwischendurch das Absinken des Blutzuckerspiegels verhindern.

 

Wichtig ist, dass Schüler und Studenten mit Freude und Interesse lernen und sich auf ihr eigentliches Ziel konzentrieren.

 
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Welche Schulformen gibt es?

Geschreiben von Lernstressauf7. Juli 2011 in Schulformen
In den alten Bundesländern standen Abgängern der 4. Grundschulklasse lange Zeit drei Schulformen zur Auswahl: Hauptschule, Realschule oder Gymnasium. Diese frühzeitig voneinander abgegrenzte Sozialisierung geriet in den letzten Jahren zunehmend in Kritik, da die Wahl der Schulform meist in einem bedenklichen Zusammenhang mit der sozialen Herkunft der Schüler zusammenhängt, was einer ungerechten Stigmatisierung gleichkommt.

Bildungspolitiker bemühten sich in den letzten Jahren darum, die Schullaufbahnen flexibler zu gestalten, um den Schülern, im Sinne der Chancengleichheit, möglichst lange mehrere Wahlmöglichkeiten offen zu halten. In Deutschland variieren die Bildungsmöglichkeiten von Bundesland zu Bundesland, weshalb die Bezeichnungen der Schulformen und -abschlüsse nicht einheitlich sind. Der Trend geht jedoch insgesamt dahin, Haupt- und Realschulen zu integrierten Schulen zusammenzuschließen. Ziel ist es, den Schülern, unabhängig von ihrer Herkunft, länger Zeit gegeben, sich zu orientieren und die eigenen Stärken zu entwickeln und zu entdecken.Während das frühere Hauptschul-Modell die Schüler vordergründig auf das Berufsleben nach der 9. Klasse vorbereiten sollte, wird in integrierten Schulen die Entscheidungsmöglichkeit, einen höheren Schulabschluss zu erreichen, im Blick behalten. Vom Miteinander leistungsstarker und leistungsschwacher Schüler verspricht man sich außerdem positive gesellschaftliche Entwicklungen.

Die Integrierten Gesamtschulen (IGS), oder erweiterten Realschulen/Realschulen Plus, zeichnen sich meist durch die betont individuelle Gestaltungsmöglichkeit der Schullaufbahn aus. Ein Abschluss an ein und derselben Schule ist nach dem 9. Schuljahr (Berufsreife), der 10. Klasse (Mittlere Reife), der 12. Klasse (Fachhochschulreife) oder nach der 13. Klasse (Abitur) möglich. Den Schulen stehen – je nach Bundesland und Verordnungen der regionalen Schulbehörden – verschiedene Organisationsmöglichkeiten zur Verfügung, um den unterschiedlichen Lerntypen gerecht zu werden.

So gibt es Schulen, in denen im Klassenverband unterrichtet wird, Schüler aber in 3 Leistungstöpfe eingeteilt werden. Im Unterricht und in Klausuren werden leichte, mittlere und schwere Aufgaben für die optimale Förderung und Forderung der einzelnen Schüler gestellt. Ein vielseitiger Wahlpflichtfach- und AG-Bereich geht außerdem gezielt auf die verschiedenen Interessen der Schüler ein.

Andere Modelle sehen nach der Orientierungsphase im 5. und 6. Schuljahr Differenzierungen in Grund- und Erweiterungskurse vor, und ab der 8. Klasse abschlussbezogene Klassen, in denen die Schüler entweder auf die Berufsreife, oder auf den qualifizierten Sekundarabschluss I vorbereitet werden, nach dessen erfolgreichem Abschluss die mittlere Reife, die Allgemeine oder fachbezogene Hochschulreife angestrebt werden kann. Reformen im Schulsystem betreffen nicht nur die inhaltlichen Schulstrukturen, sondern auch die Umstellung vom herkömmlichen Halbtagsunterricht auf Ganztagsschulen – einerseits, um sich dem Wandel der Lebens- und Arbeitsformen der Eltern anzupassen und andererseits, um dem guten Beispiel internationaler Leistungsstandards zu folgen.

 
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Unterschiede der deutschen Schulformen

Geschreiben von Lernstressauf7. Juli 2011 in Schulformen
Kaum ein Thema ist in der Bildungspolitik derart umstritten wie die Frage nach der Abschaffung der Hauptschule. Sowohl unter Eltern, als auch unter Bildungsbeauftragten gibt es zahlreiche Pro und Contras; ob es in absehbarer Zeit zu einem Konsens kommen wird, ist dabei mehr als fraglich.

Denn selbst die einzige Schulform, die alle Schüler noch zusammenfasst, die Grundschule, wird in ihrer derzeitigen Form stark in Frage gestellt. Dabei ist es kaum möglich, die Diskussionen über die Schulformen individuell zu betrachten, da eine Veränderung der einen Form beinahe zwangsläufig auch Konsequenzen für die anderen Schulformen nach sich ziehen würde.
Ein Blick auf die Gesamtheit der weiterführenden Schulformen ist also unerlässlich.Die aktuellen Schulformen und ihre Abschlüsse: Hauptschulabschluss, Mittlere Reife, Abitur
Die drei vorherrschenden Schulformen unterscheiden sich in erster Linie im Niveau und der Menge des vermittelten Stoffes, was im Endeffekt einer Qualitätsaussage gleichkommt. In dieser Reihenfolge steht die Hauptschule an unterster Stelle, bei der je nach Form des Abschlusses ein Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife erworben wird. Letzterer wird auch nach regulärem Abschluss der Realschule erlangt.
Das Gymnasium, die höchste Schulstufe, endet abhängig vom Bundesland nach 12 oder 13 Schuljahren mit dem Abitur, dem bestmöglichen Schulabschluss. Der Abschluss der zehnten Klasse eines Gymnasiums befähigt außerdem automatisch zur Mittleren Reife.

Das Hauptproblem: eine Frage des Zeitalters
Der Hauptgrund für die immer stärker aufkommenden Diskussionen über Reformen im Schulsystem liegt in der Veränderung der Schulen über die Zeit. Bestes Beispiel dafür ist die Hauptschule. Vor vielen Jahrzehnten auch als Volksschule bekannt, war die Hauptschule einst eine allseits anerkannte Lehreinrichtung mit einer Vielzahl von Schülern aus allen Schichten, die zudem zu beinahe jeder Ausbildung befähigte.
Dieses Bild hat sich dramatisch geändert. Die Zahl der Abiturienten, damals nur wenigen vorbehalten, ist stark gestiegen, sodass die Abiturienten einen viel größeren Anteil der Absolventen darstellen. Durch diese Umverteilung haben sich auch die Ansprüche der Ausbildungsbetriebe geändert. Das Abitur ist heute viel weniger Prädikat als früher, viel eher ist es beinahe zum obligatorischen Schulabschluss geworden. Darunter leiden auch die Abgänger von Realschulen mit Mittlerer Reife, die sich bei Bewerbungen um Job und Ausbildung immer mehr in der Konkurrenz von Abiturienten befinden.
Exemplarisch dafür steht die beliebte Ausbildungsstelle zum Bankkaufmann, die heute aufgrund der vielen Bewerber praktisch nur noch an Abiturienten vergeben wird, obwohl dies früher ein Steckenpferd von Realschulabsolventen war. Weiter geht es bei vielen Handwerksbetrieben, die nun auf viel mehr Realschulabgänger zurückgreifen können. Außen vor bleiben bei alldem oft die Absolventen der Hauptschule, deren Abschluss immer seltener hinreichend ist, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Hauptschule immer weniger als tatsächliche Bildungsstätte bezeichnet werden kann. Schuld daran trägt aber sicherlich nicht nur das Schulsystem selbst.

 
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Die Hauptschule stirbt aus

Geschreiben von Lernstressauf7. Juli 2011 in Schulformen
Lehrer, Eltern und die diversen Landesschulbehörden konnten in der Vergangenheit verzeichnen, dass die Schülerzahlen in den Hauptschulen rückläufig sind. Woran liegt es, dass die Hauptschule kurz vor der Schließung steht und Förderschulen in den nächsten Jahren offenbar ein ähnliches Schicksal erleiden werden? Grundsätzlich wird es in den meisten Bundesländern so gehandhabt, dass die Hauptschule für die Kinder gedacht ist, die vermehrte Hilfe beim Lernen benötigen, diese Hilfe soll sich mit der Realschule minimieren und von Schülern des Gymnasiums wird nahezu alleiniges Lernen, gutes Organisieren samt guter Noten erwartet.

Die Hauptschule hat in Deutschland einen schlechten Ruf. Vielen Eltern reicht bereits ein vereinzelter Blick auf die Hauptschulen und sie melden ihre Kinder lieber bei der Realschule, in vereinzelten Fällen sogar im ortsansässigen Gymnaisum an. Dies geschieht oftmals, obwohl die Lehrer der Grundschule eine andere Empfehlung ausgesprochen haben. Werden die Eltern befragt, sagen diese aus, dass sie oftmals Bedenken aufgrund der hohen Ausländeranzahl haben, sie machen sich Gedanken über Kinder, die den Unterricht stören und wünschen sich eine möglichst hohe Ausbildung der Kinder.Und Eltern haben recht, wenn sie sich über die Schuldbildung ihrer Sprösslinge Gedanken machen. War es früher noch ganz normal, lediglich einen Abschluss der Volkshochschule sowie der Hauptschule vorweisen zu können, kann in der heutigen Zeit mit einem solchen Abschluss kaum noch eine Ausbildung angefangen werden. Zwar freuen sich die Ausbilder über einen fähigen Mitarbeiter, der freundlich und aufgeschlossen ist, dennoch sollte jeder Auszubildende Grundrechenarten und die deutsche Rechtschreibung beherrschen. Nicht nur den Lehrern der Schüler fällt es schwer, jeden Hauptschüler zukünftig bei einem Arbeitsplatz zu sehen.

Trotz all der “Nachteile”, die eine Hauptschule mit sich bringt, erscheint für viele Pädagogen und Eltern die sogenannte Oberschule, die Haupt- und Realschule vereinen soll, mehr als fraglich. Zwar ist so eine Schule in einigen Bundesländern schon erfolgsträchtig, dennoch kann eine pauschalisierte Lösung nicht für alle Schüler gelten. Zumal: die Lehrer, die aktuell in der Hauptschule oder auch in Realschule unterrichten, wurden für eben jenes Lehramt ausgebildet und können aktuell noch gar nicht erahnen, wie ein gemeinsames Unterrichten möglich ist. Nicht nur bei den Pädagogen kommt der Gedanke auf, dass bei einem solchen System viele Schüler leiden werden – einige Schüler kommen nun gar nicht mehr mit und die andere Sparte ist schon sehr weit voraus. Somit ist es nicht einfach, eine Lösung zu finden, mit der alle Beteiligten zufrieden sind. Bleibt abzuwarten, mit welcher Lösung die Regierung zukünftig aufwarten wird, um die Schüler zu retten.

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