Hilfreiche Lerntipps für Schüler und Studenten
Das Lernen kann einem als Schüler oder Student schnell über den Kopf wachsen. Tests, Arbeiten, Klausuren oder Prüfungen fordern oft, dass man viel Wissen auf den Punkt parat hat. Mit ein paar Lerntipps lernt es sich gleich viel leichter.
1. Planen ist das halbe Leben
Zunächst sollte man den Lernstoff realistisch einschätzen. Oft fühlt man sich von der Masse an Material und Fakten überwältigt und weiß nicht, wo man mit dem Lernen ansetzen soll. Wenn man sich einen Überblick über den zu bewältigenden Stoff verschafft hat, lernt es sich meist viel entspannter. Dann kann man planen, wie viele Seiten man pro Woche lesen muss, viele Vokabeln es pro Tag zu lernen gilt oder ab wann man mit dem Wiederholen des angeeigneten Wissens beginnen sollte.
2. Mach mal Pause!
Freizeit ist wichtig, auch – oder gerade – in stressigen Lernphasen. Kein Gehirn kann 12 Stunden am Tag neues Wissen aufnehmen, verarbeiten und abspeichern. Spätestens nach 6 Stunden schaltet das Gehirn auf Sparflamme. Dann lohnt es sich höchstens noch, bekanntes Wissen aufzuarbeiten. Innerhalb der Lernzeiten sollte man zudem regelmäßig Pausen einlegen. Wer einmal in der Stunde aufsteht und sich bewegt, etwas isst und trinkt oder auch einen Mittagsschlaf einlegt, der tut seinem Gehirn viel Gutes und stellt sicher, dass es danach wieder frisch ans Werk gehen kann.
3. Holistisch lernen
Lernstoff lässt sich leichter lernen, wenn man neues Material mit altem Wissen verknüpft. Statt etwas stur auswendig zu lernen, speichert man das neue Wissen in Verbindung mit bereits gelernten Inhalten ab. In vielen Fächern geschieht dies automatisch. Neue Konzepte, Zusammenhänge oder Theorien bauen auf Grundwissen auf und können so leichter in das Ganze eingeordnet werden. Doch dieses Prinzip lässt sich auch fachübergreifend anwenden. Stoff, der in Biologie gelernt wurde, kann oftmals in der Chemie verwendet werden. Und mathematische Kenntnisse können mit Wissen aus der Physik vernetzt werden. Die Wissensnetze, die so entstehen, lassen sich nicht nur leichter merken und in Prüfungen abrufen, sie können auch helfen, Wissenslücken zu überbrücken.
4. Lehren ist lernen
Eine gute Methode, um zu testen, ob man etwas wirklich verstanden hat, ist, die Inhalte anderen zu erklären. Durch das Erklären und Beantworten von Fragen muss man das eigene Wissen logisch anordnen – im Gehirn und auf dem Blatt Papier. Schon beim Erklären wird einem selbst auffallen, wo noch Wissenslücken bestehen, die unbedingt gefüllt werden müssen. Und spätestens wenn es um das Beantworten von Fragen geht, wird deutlich, ob der Wissensstand ausreichend ist.
Was können Schüler und Studenten tun, um konzentrierter lernen zu können
Konzentriertes Lernen ist wichtig, denn nur so stellt sich der Erfolg in der Schule ein. Doch nicht alle Schüler wissen wie man es anstellt, seine Konzentration effizient zu bündeln. Wenn keine keine krankhafte Aufmerksamkeitsstörung vorliegt, können Schüler und Studenten selbst einiges dafür tun, um ihre Konzentration zu steigern.
Schüler und Studenten, die häufig unter Kopfschmerzen und Migräne leiden, sind in der Konzentrationsfähigkeit oft gehindert. Oft nehmen sie Mittel wie Tramadol gegen Migräne, um die Anforderungen des “Lernstresses” bewältigen zu können. Grundsätzlich ist es das Zusammenspiel von richtiger Ernährung, seelischem Gleichgewicht, ausreichend Schlaf und körperlicher Aktivität, welches die Konzentrationsfähigkeit erhöht.
Die Ernährung für Schüler und Studenten
Sie sollte auf jeden Fall ausgewogen sein. Vitaminreich durch Gemüse und frische Salate. Milchprodukte liefern die B-Vitamine sowie Kalzium. Auch Fleisch und Fisch dürfen auf dem Speiseplan stehen. Die Mahlzeit sollte nicht zu fett und nicht zu üppig bemessen sein. Die sättigenden Kohlehydrate liefern Reis und Kartoffeln sowie Nudeln und Brot. Wenn von diesen Produkten jedoch zu große Portionen verzehrt werden, stellt sich Müdigkeit ein und die Konzentration fällt rapide ab. Bananen und Nüsse ergänzen den Speiseplan mit Magnesium. Für Zwischenmahlzeiten eignet sich Obst. Süßigkeiten sollten ebenfalls nur in Maßen genascht werden, denn durch sie steigt der Blutzuckerspiegel zunächst rasch an und fällt dann drastisch ab. Das bewirkt ebenfalls Müdigkeit und mangelnde Konzentration. Schüler und Studenten benötigen täglich 2 bis 3 Liter Flüssigkeit. Dafür eignet sich Mineralwasser ohne Zucker.
Gesunde seelische Einstellung und Entspannungsübungen
Eine gute Portion Gelassenheit und Selbstvertrauen sind wichtig. Denn Angst ist ein absoluter Konzentrations-Killer. Wenn vor Klassenarbeiten und Klausuren gelernt wurde gibt es keinen Grund, nervös zu sein. Bereits ein paar einfache Entspannungsübungen sind hilfreich um die innere Ruhe zu erlangen.
Beispiel: Einatmen und dabei langsam auf 8 zählen. Die Luft anhalten und ebenfalls auf 8 zählen. Dann langsam ausatmen und dabei wieder auf 8 zählen.
Wer diese Übung 10 Minuten lang durchführt, wird mit innerer Ruhe und hoher Konzentration belohnt.
Genügend Schlaf
Eigentlich wissen alle um den Segen des Nachtschlafes, doch wird dieser Aspekt oft vernachlässigt. Schüler und Studenten sollten 7 bis 9 Stunden schlafen, um am andern Tag ausgeruht zu sein.
Sauerstoff ist wichtig für die Leistungsfähigkeit
Es muss nicht unbedingt der Sport sein, der den Sauerstoff in den Körper pumpt. Ein wenig Jogging oder ein flotter Spaziergang von täglich einer halben Stunde genügt. Das sollten auch viel beschäftigte Studenten und Schüler für sich einplanen. Denn nur wenn das Blut genügend Sauerstoff enthält, funktioniert auch das Gedächtnis gut.
Rechtzeitig pausieren
Während des Lernens immer wieder kleine Pausen einlegen. Nicht erst, wenn die Müdigkeit schon da ist.
Traubenzucker
Wenn lange Schulstunden, Prüfungen und Klausuren eine Vesper-Pause verhindern, dann kann eine kleine Menge Traubenzucker zwischendurch das Absinken des Blutzuckerspiegels verhindern.
Wichtig ist, dass Schüler und Studenten mit Freude und Interesse lernen und sich auf ihr eigentliches Ziel konzentrieren.
Welche Schulformen gibt es?
Die Integrierten Gesamtschulen (IGS), oder erweiterten Realschulen/Realschulen Plus, zeichnen sich meist durch die betont individuelle Gestaltungsmöglichkeit der Schullaufbahn aus. Ein Abschluss an ein und derselben Schule ist nach dem 9. Schuljahr (Berufsreife), der 10. Klasse (Mittlere Reife), der 12. Klasse (Fachhochschulreife) oder nach der 13. Klasse (Abitur) möglich. Den Schulen stehen – je nach Bundesland und Verordnungen der regionalen Schulbehörden – verschiedene Organisationsmöglichkeiten zur Verfügung, um den unterschiedlichen Lerntypen gerecht zu werden.
So gibt es Schulen, in denen im Klassenverband unterrichtet wird, Schüler aber in 3 Leistungstöpfe eingeteilt werden. Im Unterricht und in Klausuren werden leichte, mittlere und schwere Aufgaben für die optimale Förderung und Forderung der einzelnen Schüler gestellt. Ein vielseitiger Wahlpflichtfach- und AG-Bereich geht außerdem gezielt auf die verschiedenen Interessen der Schüler ein.
Andere Modelle sehen nach der Orientierungsphase im 5. und 6. Schuljahr Differenzierungen in Grund- und Erweiterungskurse vor, und ab der 8. Klasse abschlussbezogene Klassen, in denen die Schüler entweder auf die Berufsreife, oder auf den qualifizierten Sekundarabschluss I vorbereitet werden, nach dessen erfolgreichem Abschluss die mittlere Reife, die Allgemeine oder fachbezogene Hochschulreife angestrebt werden kann. Reformen im Schulsystem betreffen nicht nur die inhaltlichen Schulstrukturen, sondern auch die Umstellung vom herkömmlichen Halbtagsunterricht auf Ganztagsschulen – einerseits, um sich dem Wandel der Lebens- und Arbeitsformen der Eltern anzupassen und andererseits, um dem guten Beispiel internationaler Leistungsstandards zu folgen.
Unterschiede der deutschen Schulformen
Ein Blick auf die Gesamtheit der weiterführenden Schulformen ist also unerlässlich.Die aktuellen Schulformen und ihre Abschlüsse: Hauptschulabschluss, Mittlere Reife, Abitur
Die drei vorherrschenden Schulformen unterscheiden sich in erster Linie im Niveau und der Menge des vermittelten Stoffes, was im Endeffekt einer Qualitätsaussage gleichkommt. In dieser Reihenfolge steht die Hauptschule an unterster Stelle, bei der je nach Form des Abschlusses ein Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife erworben wird. Letzterer wird auch nach regulärem Abschluss der Realschule erlangt.
Das Gymnasium, die höchste Schulstufe, endet abhängig vom Bundesland nach 12 oder 13 Schuljahren mit dem Abitur, dem bestmöglichen Schulabschluss. Der Abschluss der zehnten Klasse eines Gymnasiums befähigt außerdem automatisch zur Mittleren Reife.
Das Hauptproblem: eine Frage des Zeitalters
Der Hauptgrund für die immer stärker aufkommenden Diskussionen über Reformen im Schulsystem liegt in der Veränderung der Schulen über die Zeit. Bestes Beispiel dafür ist die Hauptschule. Vor vielen Jahrzehnten auch als Volksschule bekannt, war die Hauptschule einst eine allseits anerkannte Lehreinrichtung mit einer Vielzahl von Schülern aus allen Schichten, die zudem zu beinahe jeder Ausbildung befähigte.
Dieses Bild hat sich dramatisch geändert. Die Zahl der Abiturienten, damals nur wenigen vorbehalten, ist stark gestiegen, sodass die Abiturienten einen viel größeren Anteil der Absolventen darstellen. Durch diese Umverteilung haben sich auch die Ansprüche der Ausbildungsbetriebe geändert. Das Abitur ist heute viel weniger Prädikat als früher, viel eher ist es beinahe zum obligatorischen Schulabschluss geworden. Darunter leiden auch die Abgänger von Realschulen mit Mittlerer Reife, die sich bei Bewerbungen um Job und Ausbildung immer mehr in der Konkurrenz von Abiturienten befinden.
Exemplarisch dafür steht die beliebte Ausbildungsstelle zum Bankkaufmann, die heute aufgrund der vielen Bewerber praktisch nur noch an Abiturienten vergeben wird, obwohl dies früher ein Steckenpferd von Realschulabsolventen war. Weiter geht es bei vielen Handwerksbetrieben, die nun auf viel mehr Realschulabgänger zurückgreifen können. Außen vor bleiben bei alldem oft die Absolventen der Hauptschule, deren Abschluss immer seltener hinreichend ist, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Hauptschule immer weniger als tatsächliche Bildungsstätte bezeichnet werden kann. Schuld daran trägt aber sicherlich nicht nur das Schulsystem selbst.
Die Hauptschule stirbt aus
Trotz all der “Nachteile”, die eine Hauptschule mit sich bringt, erscheint für viele Pädagogen und Eltern die sogenannte Oberschule, die Haupt- und Realschule vereinen soll, mehr als fraglich. Zwar ist so eine Schule in einigen Bundesländern schon erfolgsträchtig, dennoch kann eine pauschalisierte Lösung nicht für alle Schüler gelten. Zumal: die Lehrer, die aktuell in der Hauptschule oder auch in Realschule unterrichten, wurden für eben jenes Lehramt ausgebildet und können aktuell noch gar nicht erahnen, wie ein gemeinsames Unterrichten möglich ist. Nicht nur bei den Pädagogen kommt der Gedanke auf, dass bei einem solchen System viele Schüler leiden werden – einige Schüler kommen nun gar nicht mehr mit und die andere Sparte ist schon sehr weit voraus. Somit ist es nicht einfach, eine Lösung zu finden, mit der alle Beteiligten zufrieden sind. Bleibt abzuwarten, mit welcher Lösung die Regierung zukünftig aufwarten wird, um die Schüler zu retten.