Lehrer, Eltern und die diversen Landesschulbehörden konnten in der Vergangenheit verzeichnen, dass die Schülerzahlen in den Hauptschulen rückläufig sind. Woran liegt es, dass die Hauptschule kurz vor der Schließung steht und Förderschulen in den nächsten Jahren offenbar ein ähnliches Schicksal erleiden werden? Grundsätzlich wird es in den meisten Bundesländern so gehandhabt, dass die Hauptschule für die Kinder gedacht ist, die vermehrte Hilfe beim Lernen benötigen, diese Hilfe soll sich mit der Realschule minimieren und von Schülern des Gymnasiums wird nahezu alleiniges Lernen, gutes Organisieren samt guter Noten erwartet.
Die Hauptschule hat in Deutschland einen schlechten Ruf. Vielen Eltern reicht bereits ein vereinzelter Blick auf die Hauptschulen und sie melden ihre Kinder lieber bei der Realschule, in vereinzelten Fällen sogar im ortsansässigen Gymnaisum an. Dies geschieht oftmals, obwohl die Lehrer der Grundschule eine andere Empfehlung ausgesprochen haben. Werden die Eltern befragt, sagen diese aus, dass sie oftmals Bedenken aufgrund der hohen Ausländeranzahl haben, sie machen sich Gedanken über Kinder, die den Unterricht stören und wünschen sich eine möglichst hohe Ausbildung der Kinder.Und Eltern haben recht, wenn sie sich über die Schuldbildung ihrer Sprösslinge Gedanken machen. War es früher noch ganz normal, lediglich einen Abschluss der Volkshochschule sowie der Hauptschule vorweisen zu können, kann in der heutigen Zeit mit einem solchen Abschluss kaum noch eine Ausbildung angefangen werden. Zwar freuen sich die Ausbilder über einen fähigen Mitarbeiter, der freundlich und aufgeschlossen ist, dennoch sollte jeder Auszubildende Grundrechenarten und die deutsche Rechtschreibung beherrschen. Nicht nur den Lehrern der Schüler fällt es schwer, jeden Hauptschüler zukünftig bei einem Arbeitsplatz zu sehen.
Trotz all der “Nachteile”, die eine Hauptschule mit sich bringt, erscheint für viele Pädagogen und Eltern die sogenannte Oberschule, die Haupt- und Realschule vereinen soll, mehr als fraglich. Zwar ist so eine Schule in einigen Bundesländern schon erfolgsträchtig, dennoch kann eine pauschalisierte Lösung nicht für alle Schüler gelten. Zumal: die Lehrer, die aktuell in der Hauptschule oder auch in Realschule unterrichten, wurden für eben jenes Lehramt ausgebildet und können aktuell noch gar nicht erahnen, wie ein gemeinsames Unterrichten möglich ist. Nicht nur bei den Pädagogen kommt der Gedanke auf, dass bei einem solchen System viele Schüler leiden werden – einige Schüler kommen nun gar nicht mehr mit und die andere Sparte ist schon sehr weit voraus. Somit ist es nicht einfach, eine Lösung zu finden, mit der alle Beteiligten zufrieden sind. Bleibt abzuwarten, mit welcher Lösung die Regierung zukünftig aufwarten wird, um die Schüler zu retten.