Welche Schulformen gibt es?
Die Integrierten Gesamtschulen (IGS), oder erweiterten Realschulen/Realschulen Plus, zeichnen sich meist durch die betont individuelle Gestaltungsmöglichkeit der Schullaufbahn aus. Ein Abschluss an ein und derselben Schule ist nach dem 9. Schuljahr (Berufsreife), der 10. Klasse (Mittlere Reife), der 12. Klasse (Fachhochschulreife) oder nach der 13. Klasse (Abitur) möglich. Den Schulen stehen – je nach Bundesland und Verordnungen der regionalen Schulbehörden – verschiedene Organisationsmöglichkeiten zur Verfügung, um den unterschiedlichen Lerntypen gerecht zu werden.
So gibt es Schulen, in denen im Klassenverband unterrichtet wird, Schüler aber in 3 Leistungstöpfe eingeteilt werden. Im Unterricht und in Klausuren werden leichte, mittlere und schwere Aufgaben für die optimale Förderung und Forderung der einzelnen Schüler gestellt. Ein vielseitiger Wahlpflichtfach- und AG-Bereich geht außerdem gezielt auf die verschiedenen Interessen der Schüler ein.
Andere Modelle sehen nach der Orientierungsphase im 5. und 6. Schuljahr Differenzierungen in Grund- und Erweiterungskurse vor, und ab der 8. Klasse abschlussbezogene Klassen, in denen die Schüler entweder auf die Berufsreife, oder auf den qualifizierten Sekundarabschluss I vorbereitet werden, nach dessen erfolgreichem Abschluss die mittlere Reife, die Allgemeine oder fachbezogene Hochschulreife angestrebt werden kann. Reformen im Schulsystem betreffen nicht nur die inhaltlichen Schulstrukturen, sondern auch die Umstellung vom herkömmlichen Halbtagsunterricht auf Ganztagsschulen – einerseits, um sich dem Wandel der Lebens- und Arbeitsformen der Eltern anzupassen und andererseits, um dem guten Beispiel internationaler Leistungsstandards zu folgen.